Namedropping: mein Home-Setup

Ein zentraler Knoten mit der Beschriftung HOME in Korallrot, von dem aus Linien zu acht umliegenden Kategorie-Symbolen führen: Speicher, Kalender, Chat, Video, Passwörter, Mobil, KI und E-Mail. Eine gepunktete Ellipse verbindet die äußeren Symbole zu einem Ring.
KI generiert

Viele Namen, viele Produkte, viele Verweise, das wird euch in diesem Artikel erwarten. Das schon mal vorab. Ist das interessant für dich persönlich? Das weiß ich natürlich nicht, aber es macht Sinn, einmal einen kurzen Überblick zu meinem Home-Setup zu geben: wo liegen meine Daten, wie kommuniziere ich, welche Software nutze ich regelmäßig. Das ist eine erste Übersicht, keine erschöpfende Liste. Ich fokussiere mich auf die europäischen und Open Source Apps, die ich häufig nutze und die ich auch plane im Detail auf diesem Blog zu betrachten.

Und ja, auch ich verwende u.a. auch öfter Google Docs, einfach, weil die meisten Zugang dazu haben und man so gemeinsam an einem Dokument arbeiten kann. Ich stelle euch hier aber nur die Software vor, die aus Europa kommt bzw. Open Source ist und die ich regelmäßig benutze.

Wir hosten selbst

Vor einem Jahr begannen wir, unser technisches Setup zu Hause aufzusetzen. Ich mietete einen eigenen Server und wir richteten uns einen kleinen Computer mit viel Speicher im Arbeitszimmer ein.

  • Matrix Server zur Kommunikation mit Element-Oberfläche: Alternative zu Slack und Teams. Man kann auch andere Matrix-User, die ihre Accounts auf anderen Servern haben, zu sich in Räume und Chats einladen.
  • Nextcloud-Plattform: Bekannt vor allem wegen File-Storage und Sharing, sie kann aber viel mehr. Ich nutze derzeit nur einen Bruchteil, möchte aber unbedingt eine Office-Variante einbinden. Und wenn man wie ich viel mit Markdown-Dateien arbeitet (wichtig für LLMs), ist der eingebaute Editor absolut zu empfehlen, das nur am Rande. Diese Nextcloud Services laufen derzeit bei uns:
    • Speicher: Dateien speichern und teilen; auch auf dem Desktop und Handy über die Nextcloud-App verfügbar
    • Kalender: gesynct mit Betterbird auf dem PC und Fossify auf dem Handy
    • Kontakte: gleiches Setup wie beim Kalender
    • Musik
    • Time Tracking
    • Deck-Projekt Management: habe ich installiert, bisher wenig begeistert
  • Jitsi: Eine Open Source Videoplattform; die Online-Version gehört inzwischen einem US-Unternehmen (8x8) und wird auch auf amerikanischen Servern betrieben. Die Plattform empfiehlt sich aber sehr für jede:n, der selber hostet.
  • Vaultwarden mit Bitwarden-Oberfläche: Passwort-Manager, der für uns wichtig ist, um Passworte sicher miteinander zu teilen.

Wir betreiben weitere Systeme auf unserer Infrastruktur, dazu aber ein anderes mal mehr.

Klar, nicht jede:r kann so eben mal einen Home-Server aufsetzen. Das will ich auch gar nicht suggerieren. Aber mit einem kleinen geldlichen Aufwand sind diese Systeme auch in der öffentlichen Cloud, auf europäischer Infrastruktur, verfügbar. Aber dazu bald mehr!

Ein paar Cloud-Anbieter, die ich nutze

  • Tally: Ich brauche häufiger Formulare, nicht zuletzt für diesen Blog. Dafür nutze ich dieses Produkt sehr gern.
  • Posteo mit Betterbird als E-Mail Programm: Das ist mein Haupt-E-Mail Provider, ich bin seit über 10 Jahren Kundin. Das Programm Betterbird ist eine Outlook-Alternative und eine Fork von Thunderbird.
  • Mistral: Mit der französischen KI arbeite ich regelmäßig, obgleich Claude mein am häufigsten genutzter Assistent ist.
  • Proton: obgleich ich den Großteil meiner Daten auf Nextcloud habe, war ich neugierig, was Proton zu bieten hat, da sie sich erklärt als Alternative zu Google und Microsoft positionieren. Mit folgenden ihrer Produkte arbeite ich öfter:
    • Speicher
    • Email
    • Office-Produkte

Ein paar Programme auf meinem PC

  • Ecosia: Der Browser basiert auf Chrome und verwendet die Suchalgorithmen von Microsoft und Google. Das mag man alles nicht mögen, trotzdem sind in meinen Augen die ökologischen Ziele des Berliner Startups nicht von der Hand zu weisen.
  • ShareX: Open Source Screenshot tool (leider nur für Microsoft), das ich allen, die oft Dokumentation schreiben, bzw. etwas anhand von Screenshots erklären müssen, ans Herz legen kann.
  • Audacity: Für alle, die manchmal Audiodateien bearbeiten müssen; eine gute Open Source Alternative.
  • NAPS2: Tolles Tool für Scans und OCR, obgleich ich es auf Grund der besser werdenden technologischen Möglichkeiten durch KI nicht mehr so oft benutze wie früher.

Mobil (Android Handy)

Mein Handy-Setup ist komplex. Oben habe ich schon ein bisschen erwähnt, welche Software ich verwende. Kalender und Kontakte habe ich inzwischen aus Google rausgelöst und dort gelöscht. Da Google aber demnächst alternative App-Stores wie F-Droid aussperren wird, muss ich selbst noch einmal in mich gehen und überlegen, wie ich mit der Situation umgehe. Es wird voraussichtlich auf zwei Handys hinauslaufen, eins davon gerootet, damit ich weiter die Apps nutzen kann, die mir wichtig sind. Bank und Krankenkasse laufen leider nicht auf gerooteten Handys.

Ich werde über dieses Thema mit Sicherheit mehr schreiben, zumindest über die Apps, die für mich (bisher) gut funktioniert haben. Und da gibt es eine ganze Menge. Dafür ist aber an dieser Stelle kein Platz mehr.

So viel erst einmal zu meinem Setup. Schreibt mir gern, was ihr so verwendet! Ich bin sehr neugierig auf eure Erfahrungen.